|
|
||
Intention eines Statement Bei der Aufnahme ist das Richtziel, eine möglichst knappe, auf den Punkt gebrachte, präzise und prägnant formulierte Aussage des Statementgebers zu erreichen. Erbittet ein Journalist oder eine Redaktion eine Erklärung zu einem Thema, kann dieses Statement natürlich inhaltlich und in den zeitlichen Rahmenbedingungen mit dem Statementgeber abgesprochen und notfalls durch wiederholte Aufzeichnungen in die vorgegebene Richtung eingepasst werden. Schwierigkeiten hingegen gibt es bei mitgeschnittenen Statements (z.B. bei Medienkonferenzen), wo mit vielen Unabwägbarkeiten gerechnet werden muß, die sich unterschiedlich auf Stil, Inhalt und Form der Erklärung auswirken können. Nur weil die Statementgeber leider oftmals aus Produktionsgründen für getrennte Aufnahmen und Erläuterungen nicht zur Verfügung stehen, nehmen Redaktionen dann Kürzungen vor, akzeptieren oft Überlängen in Hinsicht auf die vorgegebenen Redaktionswünsche. Störende Nebengeräusche oder Zwischenfragen oder Zwischenrufe oder schlechte Kameraeinstellungen. Natürlich bietet es sich hier für den Redaktor an, die wichtigsten Ausschnitte aus den Redesequenzen auszuwählen und subjektiv zu gewichten. Da oftmals die Nachrichtenebene eine höhere Priorität als beispielsweise die Ästhetik der Aufnahme geniesst, werden bei der Sendung ohne Zwischenschnitte oftmals im Bild abrupte Einsätze oder Beendigungen (z.B. hörbar an der Stimmhöhe!) hingenommen. Als aufmerksamer Zuschauer beim Fernsehen werden Sie gewiss manchmal merken, dass ein Statementgeber scheinbar noch weitergeredet hat, das Statement aber geschnitten wurde oder dass ein gutes Schlussbild fehlt.
|
||
|
Bei Fragen senden Sie ein E-Mail an: roger.huber@huber-media.ch Copyright © 1999 Huber Media Consulting |
||