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Medientraining


Offensiv oder Defensiv?

Für den Statementerfolg ist die Frage einer offensiv oder defensiv geführten Argumentation bedeutsam. Besonders wichtig ist die Korrelation der Verbreitung eigener Argumentationsgänge (offensiv) im Gegensatz zu reagierenden Argumentationsgängen, die sich mit den Argumenten und Diskussionsbeiträgen von Ihrer Gegenpartei auseinandersetzen (defensiv).

Die hier vorgestellten Argumentationspläne fhaben sehr unterschiedliche Zielrichtungen, wie die nachfolgenden Formulierungspläne beweisen.

Grundregel Nummer eins ist, dass Ihr offensiver Zielsatz immer am Schluss stehen muss. Wichtig ist es dabei, am Schluss des Statements die eigene Position unmißverständlich und deutlich hervorzuheben und somit als letzten haftenden Eindruck beim Zuschauer zu hinterlassen. Aus der Dialektik eignen sich sechs verschiedene Möglichkeiten, ein Statement in sauberer gedanklicher Ordnung zu formulieren:

  1. die Statement-Formulierung durch den sogenannten Aufsatzplan
  2. die Statement-Formulierung durch die logische oder zeitliche Kette
  3. die Statement-Formulierung, die vom Allgemeinen zum Besonderen übergeht
  4. die Statement-Fornulierung durch einen Vergleich
  5. die Statement-Fornulierung als Kompromiß-Formulierung
  6. die Statement-Formulierung durch die Ausklammerung.

Der sogenannte dialektische Fünfsatz gilt auch im modernen Medienzeitalter als exaktes Planungshilfsmittel für eine präzise Statement-Formulierung unserer Argumentation. In der Statementpraxis hat sich die Methode des dialektischen Fünfsatzes als wirkungsvollstes Hilfsmittel für ein Statement vor der Fernsehkamera herausgestellt. Mit etwas Übung können Sie schnell und präzise eigene Argumentationsmuster erstellen.

Die Hinweise zu den Statements sind keine Universalrezepte, die für jede Argumentation und immer passen. Nur eine sorgfältige Vorbereitung bei der Statement-Formulierung hilft Ihnen zu erproben, wann Sie in welcher Situation den jeweiligen Formulierungsplan verwenden können und sollen. Die Kunst besteht nicht darin, die Technik zu beherrschen, sondern das Formulierungsskelett mit "Fleisch" zu füllen.



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