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Medientraining


Weitere professionelle Statements
  1. Achten Sie in diesem Fall bitte darauf, dass Sie nicht mit Worthülsen oder "sozialen Geräuschen" auf die Ausgangsfrage antworten 
    (Beispiel: Herzlichen Dank für Ihre interessante Ausgangsfrage, über die ich mich sehr freue und für die ich sehr dankbar bin, denn dies gibt mir die Gelegenheit, auf die ich schon sehr lange gewartet habe, ...).
  2. Verlangen Sie gegebenenfalls eine Präzisierung der Frage, und fordern Sie den Journalisten auf, auch seinerseits bei der Ausgangsfrage auf den Punkt zu kommen.
  3. Im Gegensatz zu vielen Femsehjournalisten empfehlen wir nicht eine provozierende Frage, da dieses häufig zu Rechtfertigungstendenzen im Statement führt.
  4. Diesen sogenannten "Interview-Einstieg" empfehlen Journalisten ungeübten Statementpartnern, die nicht auf das Kommando ("Ton ab - MAZ läuft, bitte sprechen Sie") sendereif produzieren. Denken Sie daran: Nur Ihr Statement wird ausgestrahlt, nicht jedoch die Fragestellung.
  5. Verzichten Sie ganz und gar darauf, sich als Person mit Namen vorzustellen. Dies ist unüblich. Sollte Ihre Funktion herausgehoben werden, so empfiehlt es sich beispielsweise, diese in die Formulierung einfliessen zu lassen. Beispiel: "als Umweltschutzverantwortlicher muss ich daher klar sagen..
  6. Beim Statement werden grundsätzlich Name und Firma eingeblendet, doch kann dieses auch jeweils mit den Journalisten abgesprochen werden, alternativ dazu kann beispielsweise die Redaktion bei der Einleitung zum Statement, der sogenannten Überleitung, Funktion und Person dem Publikum erklären.
  7. Um zu vermeiden, dass die Redaktion Ihr Statement "unterschneidet", d.h., dass bei längeren Statements Ihr Bild durch andere Bilder ersetzt wird, während Sie im sogenannten "Off" weitersprechen, sollten Sie wirklich kurz formulieren.
  8. Sprechen Sie vorher ab, ob andere Bilder unterlegt werden, bestehen Sie darauf, dass Ihnen die jeweilig unterschnittenen Bilder vorher gezeigt werden.
  9. Klären Sie, ob vielleicht nur ein "Off-Statement" produziert werden soll. In diesem Fall würden Sie als Erklärungsgeber nicht beim Sprechen gezeigt werden, sondern es wird nur ein Ton aufgenommen. Journalisten setzen diese Methode gerne deshalb ein, weil dabei der sogenannte "sprechende Kopf' vermieden wird und viel Bewegung ins Bild kommt. Dieses gibt Ihnen die Gelegenheit, ein Statement zu formulieren, das Sie ganz und gar ablesen können.
  10. Schauen Sie bei einem Statement wirklich nur in die Kamera, lassen Sie sich durch nichts im Hintergrund irritieren, das erfordert einen etwas starren Blick, den Sie jedoch durch ein freundliches Lächeln (bietet sich natürlich nicht bei einem Krisenstatement an) kompensieren sollten.
  11. Suchen Sie sich die Position aus, in der Sie sich beim Statement wohl fühlen, lehnen Sie jede andere Positionierung ab, wenn sie Ihnen Unbehagen bereitet. Dazu gehört beispielsweise, dass Sie sich wirklich Zeit nehmen, zu prüfen, ob Sie sich beispielsweise mit einer Hand in der Hosentasche besser positioniert fühlen als mit zwei herunterhängenden Händen.
 



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