|

Weitere
professionelle Statements
- Achten
Sie in diesem Fall bitte darauf, dass Sie nicht mit Worthülsen
oder "sozialen Geräuschen" auf die
Ausgangsfrage antworten
(Beispiel: Herzlichen Dank für Ihre interessante
Ausgangsfrage, über die ich mich sehr freue und für die
ich sehr dankbar bin, denn dies gibt mir die Gelegenheit,
auf die ich schon sehr lange gewartet habe, ...).
- Verlangen
Sie gegebenenfalls eine Präzisierung der Frage, und
fordern Sie den Journalisten auf, auch seinerseits bei der
Ausgangsfrage auf den Punkt zu kommen.
- Im
Gegensatz zu vielen Femsehjournalisten empfehlen wir nicht
eine provozierende Frage, da dieses häufig zu
Rechtfertigungstendenzen im Statement führt.
- Diesen
sogenannten "Interview-Einstieg" empfehlen
Journalisten ungeübten Statementpartnern, die nicht auf
das Kommando ("Ton ab - MAZ läuft, bitte sprechen
Sie") sendereif produzieren. Denken Sie daran: Nur
Ihr Statement wird ausgestrahlt, nicht jedoch die
Fragestellung.
- Verzichten
Sie ganz und gar darauf, sich als Person mit Namen
vorzustellen. Dies ist unüblich. Sollte Ihre Funktion
herausgehoben werden, so empfiehlt es sich beispielsweise,
diese in die Formulierung einfliessen zu lassen. Beispiel:
"als Umweltschutzverantwortlicher muss ich daher
klar sagen..
- Beim
Statement werden grundsätzlich Name und Firma
eingeblendet, doch kann dieses auch jeweils mit den
Journalisten abgesprochen werden, alternativ dazu kann
beispielsweise die Redaktion bei der Einleitung zum
Statement, der sogenannten Überleitung, Funktion und
Person dem Publikum erklären.
- Um
zu vermeiden, dass die Redaktion Ihr Statement
"unterschneidet", d.h., dass bei längeren
Statements Ihr Bild durch andere Bilder ersetzt wird, während
Sie im sogenannten "Off" weitersprechen, sollten Sie
wirklich kurz formulieren.
- Sprechen
Sie vorher ab, ob andere Bilder unterlegt werden, bestehen
Sie darauf, dass Ihnen die
jeweilig unterschnittenen Bilder vorher gezeigt werden.
- Klären
Sie, ob vielleicht nur ein "Off-Statement"
produziert werden soll. In diesem Fall würden Sie als
Erklärungsgeber nicht beim Sprechen gezeigt werden,
sondern es wird nur ein Ton aufgenommen. Journalisten setzen diese
Methode gerne deshalb ein, weil dabei der sogenannte
"sprechende Kopf' vermieden wird und viel Bewegung
ins Bild kommt. Dieses gibt Ihnen die Gelegenheit, ein
Statement zu formulieren, das Sie ganz und gar ablesen können.
- Schauen
Sie bei einem Statement wirklich nur in die Kamera, lassen
Sie sich durch nichts im Hintergrund irritieren, das
erfordert einen etwas starren Blick, den Sie jedoch durch
ein freundliches Lächeln (bietet sich natürlich nicht
bei einem Krisenstatement
an) kompensieren sollten.
- Suchen
Sie sich die Position aus, in der Sie sich beim Statement
wohl fühlen, lehnen Sie jede andere Positionierung ab,
wenn sie Ihnen Unbehagen bereitet. Dazu gehört
beispielsweise, dass Sie sich wirklich Zeit nehmen, zu prüfen,
ob Sie sich beispielsweise mit einer Hand in der
Hosentasche besser positioniert fühlen als mit zwei
herunterhängenden Händen.
|
|