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Medientraining


Medien: Der Umgang mit den Medien

Die agressiven bösen Medien

Seriös und weniger seriös arbeitende Leute gibt es in allen Berufskategorien. Schlitzohren finden sich überall; dies ist auch bei der Zunft der Journalisten nicht anders. Sie lieben es, Intrigen aus dem Unternehmen an die Öffentlichkeit zu holen, ihr Ziel ist es, Missstände (was immer auch darunter verstanden wird) in der Firma aufzudecken und zu publizieren.

Quellen für solche Stories können sein

  • rivalisierende Mitglieder der Geschäftsleitung, die entweder selbst oder – etwas nobler - über Dritte den Journalisten eine Information zuhalten.
  • Unternehmensberater, die kritische Dinge über Ihren Mandanten ausplaudern um sich so unentbehrlich zu machen
  • ehemalige und frustrierte Mitarbeiter, die sich im Streit von ihrem Arbeitgeber getrennt haben und jetzt gerne über die vergangenen Flops sprechen.
  • Konkurrenten, die Ihrem Unternehmen durch eine schlechte Presse Schaden zufügen wollen

Der seriös arbeitende Journalist prüft seine Informationen. Das heisst, er sucht noch mindestens eine andere Quelle, welche eine Aussage bestätigt. Er wird sich auch Gedanken machen über den Background vor welchem eine Person sich über Ihr Unternehmen äussert. Er wird sich überlegen, welche Absicht der Informant verfolgt. - Erst dann schreibt oder er schreibt nicht.

Indessen müssen Sie sich bewusst sein: Oft wird eine Meldung nicht zu Tode recherchieren. Denn die Zeitungen, Radio und Fernsehen stehen unter einem immer härter werdenden, unerbittlichen Konkurrenzdruck.

Medienunternehmen müssen ebenso Gewinn machen wie jede andere Firma. Journalisten sind darauf angewiesen, regelmässig enthüllende, hart recherchierte, Stories zu haben. Sie sind quasi dazu verpflichtet, regelmässige in der Zeitung zu haben.

Da ist die Gefahr gross, dass weniger auf Moral und Ethik geachtet wird, sondern den kribbelnden, süffigen, sensationellen und oft auch negativen Meldungen mehr Beachtung geschenkt wird. Der Leser auf der andern Seite konsumiert das Sensationelle mit Genuss und hat einen Anreiz, die Zeitung am nächsten Tag wieder zu kaufen. Nur Zeitungen, die gekauft werden, kommen zu Inseraten.

Deshalb muss man sich bewusst sein: Kein Manager, der gewinnorientiert denkt und arbeitet, würde eine Zeitung, beispielsweise einen "Blick", anders machen als er heute produziert wird.



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